Zusammenfassung

Hier finden Sie Antworten zum Thema Regenwasser, welche oft an uns gestellt werden. Falls Sie weitere Fragen an uns haben, so beraten wir Sie auch gerne in einem persönlichen Gespräch: Wir freuen uns auf Ihr Schreiben oder Ihren Anruf.

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Bernd Fuchs

Heizung & Sanitär
Meisterbetrieb

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Welche Komponenten sind wichtig?

Für die Bewässerung von Gärten reichen schon recht einfache und preiswerte Lösungen aus. Sollten Sie einen großen Garten mit hohem Wasserbedarf haben oder Regenwasser auch im Haus nutzen wollen, empfehlen wir Ihnen eine unterirdische Anlage. Dem Tank sollte in jedem Fall ein Filter vorgeschaltet sein. Zur Wasserentnahme aus dem Tank benötigen Sie eine Pumpe, die entweder im Garten oder auch - ausgestattet mit einer Start Stop Automatik - im Tank platziert wird.

Systeme für die Hausnutzung benötigen einen Hauswasserautomaten, der die Verbraucher über ein zweites Leitungsnetz mit Regenwasser versorgt. Wenn der Tank leer sein sollte speist der Hauswasserautomat automatisch Trinkwasser in das Leitungsnetz ein. Für beste Wasserqualität empfiehlt sich der Einsatz eines Rückspül Feinfilters.

Bleibt das Regenwasser frisch?

Ein Erdtank eignet sich ideal zur Speicherung von Regenwasser, da das Erdreich den Tank vor Licht und Wärme schützt. Die Temperatur von Wasser aus dem Erdtank beträgt ganzjährig nur 6 bis 8° C. Aufgrund der Dunkelheit und der Temparatur können sich keine Algen oder Mikroorganismen bilden. So wird eine konstante Wasserqualität sichergestellt.

Auch bei einem oberirdischen Regenwassertank ist darauf zu achten, dass diese möglichst lichtundurchlässig sind. Um eine starke Wassererwärmung zu vermeiden, sollten sie lichtgeschützt aufgestellt werden.

Was wäre die optimale Tankgröße?

Die Größe eines Regenwassertanks hängt grundsätzlich von drei Faktoren ab:

  1. Örtliche Niederschlagsmenge
  2. Angeschlossene Regenauffangfläche
  3. Regenwasserbedarf

Die für Sie ideale Tankgröße ermitteln wir Ihnen im Rahmen eines Beratungsgesprächs.

Wäsche waschen mit Regenwasser?

Das völlig kalkfreie Regenwasser hat im Vergleich zum meist härteren Leitungswasser deutliche Vorteile. Durch den Einsatz des weichen Regenwassers wird weniger Waschmittel benötigt - der Einsatz von Weichspüler und Entkalker gehört somit der Vergangenheit an. So werden insgesamt bessere Waschergebnisse erzielt und die Umwelt geschont. Keime gelangen vor allem über die Schmutzwäsche und nicht über das Regenwasser in die Waschmaschine. Einige Waschmaschinenhersteller empfehlen sogar den Einsatz von Regenwasser für beste Waschergebnisse.

Wie oft muss die Anlage gereinigt werden?

Regenwassertanks, denen ein Filter vorgeschaltet ist und die über einen beruhigten Zulauf sowie einen Überlaufsiphon verfügen, sollten alle 10 bis 15 Jahre gereinigt werden. Am Boden des Regenwassertanks bildet sich im Laufe der Zeit eine Sedimentschicht. Diese ist für die Wasserqualität sehr wichtig. Zu häufiges Reinigen würde sie zerstören.

Durch das regelmäßige Überlaufen des Regenwassertanks über den Überlaufsiphon wird der Regenwassertank regelmäßig von schwimmenden Stoffen (z.B. Blütenpollen) gereinigt.

Zusätzlich sollten Regenwassertanks, die an die Kanalisation angeschlossen werden, durch einen Geruchsverschluss sowie einen Kleintierschutz vor schädlichen Einflüssen geschützt werden.

Wie oft Sie die Filter reinigen müssen, hängt grundsätzlich von Filtertypen und den örtlichen Gegebenheiten ab. In der Regel müssen selbstreinigende Filter nur ein- bis zweimal im Jahr überprüft werden.

Gibt es Genehmigungsvorschriften?

Grundsätzlich sind Bauvorschriften Landesrecht - die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung unterliegen der kommunalen Selbstverwaltung. Daher können wir hier nur allgemeine Aussagen zum Bau und zur Inbetriebnahme machen. Letztlich müssen Sie sich bei der Baubehörde vor Ort, sowie bei Ihrer Wasserbehörde persönlich erkundigen, welche konkreten Vorschriften für Sie relevant sind.

Grundlage für die Installation einer Anlage sind die in der DIN 1988 "Trinkwasser- Leitungsanlagen" und DIN 1986 "Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke" festgelegten Normen.

Generell gilt, dass Bau und Betrieb einer Regenwasser- Nutzungsanlage grundsätzlich nicht untersagt werden kann, wenn die Anlage den einschlägigen Vorschriften (z.B. DIN Normen) entspricht.

Bei Regenwassernutzung im Haus (z.B. für Toilette und Waschmaschine) ist beim Wasserversorger ein Antrag auf Teilbefreiung von der Wasserlieferung zu stellen.

Was passiert, wenn der Tank voll ist?

Erd- und Kellertanks müssen mit einem Überlauf ausgerüstet sein, durch den das Wasser in die Kanalisation oder eine Versickerungsanlage überlaufen kann.

Beim Anschluss an die Kanalisation sollte der Überlauf oberhalb der Rückstauebene der Kanalisation liegen. Gegebenenfalls sollte eine Rückstauklappe installiert werden. Oberirdischen Tanks sollten immer mit einem Fallrohrfilter angeschlossen werden. Dieser stoppt den Zufluss des Wassers wenn der Regenwassertank voll ist und das Wasser fließt durch das Fallrohr in den Kanal.

Was muss bei Frost beachtet werden?

Wenn Sie Ihr Regenwasser auch für Toilettenspülung und Waschmaschine nutzen möchten, müssen Erdtank und -filter sowie im Erdreich verlegte wasserführende Leitungen zum Schutz gegen Frost in der Regel 60 bis 100 cm unter der Erde eingebaut werden. Fragen Sie bitte Ihr Bauamt nach der für Sie geltenden örtlichen Frostfreigrenze! Frostsicher eingebaute Erdtanks müssen ebenso wie Kellertanks im Winter nicht entleert werden.

Oberirdisch aufgestellte Behälter müssen im Winter grundsätzlich geleert werden. Wir bieten jedoch auch winterfeste, oberirdische Behälter an. Diese müssen nicht vollständig entleert werden - der Auslaufhahn bleibt einfach über den Winter geöffnet.

Regenwassertank unter der Hofeinfahrt?

Viele Erdtanks sind - in Verbindung mit einer Guss- oder Betonabdeckung grundsätzlich PKW oder sogar LKW befahrbar. Der Gestaltung der darüber liegenden Flächen sind also fast keine Grenzen gesetzt.

Wird eine Anlage öffentlich gefördert?

Viele Ministerien, Städte, Länder und Gemeinden haben die Notwendigkeit eines nachhaltigen Umgangs mit der Ressource Wasser erkannt und fördern entsprechend die Nutzung, Versickerung oder Rückhaltung von Regenwasser. Wir verfügen über ausführliche Informationen zu über 3000 Förderprogrammen und haben im Handumdrehen das Programm ermittelt, das Ihrem Bauvorhaben optimal entspricht - ganz gleich ob Neubau, Sanierung oder Modernisierung.

Wie wird beste Wasserqualität erzeugt?

Eine konstant hohe Wasserqualität wird bei Regenwasser- Nutzungsanlagen durch einen mehrstufigen Reinigungsprozess gewährleistet:

1. Reinigungsstufe: Die erste Reinigung des Regenwassers erfolgt über ein patentiertes Filtersystem. Das gereinigte Wasser läuft in den Tank und Schmutzpartikel werden mit einer kleinen Menge Restwasser in den Kanal gespült. GRAF bietet unterschiedliche Filtersysteme für jede Einbausituation.

2. Reinigungsstufe: Damit sich feinste Schmutzpartikel (< 0,35 mm) am Tankboden absetzen können, wird das gefilterte Wasser über einen beruhigten Zulauftopf am Tankboden eingeleitet. Somit wird eine permanente Aufwirbelung des Wassers verhindert und zusätzlich Sauerstoff am Tankboden in das Wasser eingebracht. Dadurch bleibt das Wasser immer klar und frisch.

3. Reinigungsstufe: Schmutzpartikel die leichter sind als Wasser (z. B. Blütenpollen) setzen sich an der Wasseroberfläche als Schwimmschicht ab. Durch den im Tank installierten Überlaufsiphon wird beim Überlaufen des Tanks die Schwimmschicht entfernt. Ein regelmäßiges Überlaufen des Tanks ist somit wichtig für eine gleichbleibende Wasserqualität.

4. Reinigungsstufe: Die Entnahme des gesammelten Regenwassers erfolgt über eine schwimmende Entnahme im oberen Bereich des Tanks. Hier (ca. 10 cm unter der Wasseroberfläche) befindet sich die beste Wasserqualität.

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